Blumen pressen

Blumen pressen

Blumen zu pressen ist eine wunderbare Möglichkeit, die Schönheit der Natur festzuhalten und daraus kreative Bastelprojekte zu gestalten: Selbstgemachte Grußkarten, Lesezeichen, Geschenke, Bilder oder Deko – gepresste Blüten verschönern eigentlich jedes DIY-Projekt!

Das Blumenpressen ist völlig unkompliziertes und erfordert keine teuren Materialien. Wenn du meine Tipps für Anfängerinnen beachtest wirst du bereits bei deinen ersten Projekten schöne Ergebnisse erlangen. Und dann heißt es: Larning bei doing! Einfach ausprobieren!

Wenn du das Blumenpressen erst einmal ausprobieren möchtest, reicht ein dickes Buch völlig aus. Möchtest du jedoch regelmäßig gepresste Blumen für Karten, Bilder oder andere DIY-Projekte herstellen, lohnt sich die Anschaffung einer klassischen Blumenpresse.

Geöffnetes Buch, frische Blüten, kleine lumenpresse, Pinzette

Blumen in einem Buch pressen

Die wohl bekannteste Methode ist das Pressen in einem schweren Buch. Lege deine Pflanzen zwischen zwei Lagen saugfähiges Papier (zum Beispiel Backpapier, Löschpapier, Kosmetiktuch) und anschließend zwischen die Seiten eines dicken Buches. Wenn du noch mehrere Bücher auf das Buch mit deinen Pflanzen stapelst, sorgt der erhöhte Druck für ein gleichmäßigeres Ergebnis.

Vorteile:
> Du hast wahrscheinlich alles Nötige zu Hause.
> Keine zusätzlichen Kosten.
> Ideal, um das Blumenpressen auszuprobieren.



Blumenpresse

Eine klassische Blumenpresse besteht aus zwei Holzplatten, die mit Schrauben zusammengehalten werden. Zwischen den Platten liegen Karton und saugfähiges Papier, in das die Blumen eingelegt werden. Durch das Festziehen der Schrauben entsteht ein gleichmäßiger Druck.

Vorteile
> Gleichmäßige Ergebnisse.
> Wiederverwendbar und langlebig.
> Perfekt für regelmäßiges Pressen größerer Mengen.
> Platzsparend
> Eine kleine Blumenpresse kannst du sogar mit nach draussen nehmen und deine Bumen direkt in der Natur pressen.


Hier findest du meine Mini-Blumenpresse - perfekt für unterwegs und personalisierbar!


gepresste Blumen in Papier-Schale

Welche Blumen sind gut zum Pressen geeignet?

Grundsätzlich lassen sich fast alle Blumen pressen. Die besten Ergebnisse erzielst du jedoch mit Blüten, die eher flach sind und nicht zu viel Feuchtigkeit enthalten. Dicke oder sehr fleischige Blüten benötigen deutlich länger zum Trocknen und können dabei ihre Farbe verlieren.

Für Anfängerinnen eignen sich zum Beispiel diese Blumen:
> Gänseblümchen
> Stiefmütterchen
> Vergissmeinnicht
> Kosmeen (Cosmea)
> Margeriten
> Kornblumen

Auch viele Blätter lassen sich wunderbar pressen. Besonders dekorativ sind beispielsweise Farn, Eukalyptus oder (herbstlich- bunte) Ahornblätter.


Der richtige Zeitpunkt zum Sammeln

Verwende möglichst frische, unbeschädigte Blumen, die in voller Pracht stehen. Je frischer die Blüten sind, desto besser bleiben Form und Farbe während des Pressens erhalten.

Sammle Blumen möglichst an einem trockenen, sonnigen Tag, nachdem der Morgentau vollständig verdunstet ist. Feuchte Blüten trocknen schlechter und neigen eher dazu, braune Flecken zu bekommen.


Diese Blumen sind eher schwierig zu pressen

Sehr dicke oder wasserreiche Blüten wie Rosen, Tulpen, oder Pfingstrosen lassen sich zwar ebenfalls pressen, benötigen aber etwas mehr Erfahrung.
Tipp: Du kannst einzene Blütenblätter dieser Blüten pressen!

Blumenpresse mit frischen Blumen

So presst du deine Blumen

> Pflanzen vorbereiten: Entferne beschädigte Blätter und kürze bei Bedarf die Stiele. Besonders dicke Blüten kannst du vorsichtig auseinandernehmen und einzelne Blütenblätter oder Blütenköpfe pressen. So trocknen sie schneller und gleichmäßiger.

> Pflanzen einlegen: Lege die Blumen zwischen zwei Lagen saugfähiges Papier, zum Beispiel Löschpapier, Kosmetiktücher, Kücherolle, Backpapier oder Aquarellpapier. Achte darauf, dass das Papier (zum Beispiel Küchenrolle!) keine Strucktur hat. Dieie Blüten sollen sich nicht überlappen und alle Blätter so liegen, wie sie später aussehen sollen.

> Pressen: Lege das Papier mit den Blumen in eine Blumenpresse oder zwischen die Seiten eines dicken Buches. Lege Blüten dazu mit dem Kopf nach unten auf das Papier. Ziehe die Schrauben der Blumenpresse gleichmäßig fest oder beschwere das Buch zusätzlich mit weiteren schweren Büchern.

> Geduldig warten: Je nach Blumenart dauert das Pressen etwa eine bis drei Wochen. Kontrolliere zwischendurch, ob das Papier feucht geworden ist, und tausche es bei Bedarf gegen trockenes Papier aus.

> Blumen entnehmen: Sind die Blumen vollständig trocken, kannst du sie vorsichtig mit aus der Presse nehmen - eine Pinzette kann dabei sehr hilfreich sein! Gepresste Blüten sind sehr empfindlich und können leicht brechen.

Sammlung von gepressten Blüten und Blätten in kleinen Behältern

Aufbewahrung

Bewahre deine gepressten Blumen trocken, dunkel und möglichst flach auf, zum Beispiel zwischen Papier in einer Mappe oder einem Karton. Ich nutze Sammelmappen für größere Blüten und Blätter und kleine Dosen für kleinere Blüten.
So bleiben sie lange schön und können jederzeit für deine kreativen Projekte verwendet werden.

Links

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> In meinem Onlineshop findest du DIY-Sets für Sonnendrucke, die man total gut mit getrockneten Blüten und Blättern machen kann:
Sunprint Kit
Cyanotype Kit I Postcards

> Mit gepressten Blumen kannst du wunderbar selbstgemachte Wachssiegel verzieren. In meinem Onlineshop findest du das DIY Wachssiegel-Set für Anfängerinnen.

Viel Spaß beim Basteln!

wünscht Kathrin

Disclaimer

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